Aktuelle Veranstaltungsangebote

Pädagogisches Material für Schülerinnen und Schüler zur Fotoausstellung „AURA“

Kulturdezernent Ingo Wachtmeister, Ulrich Kneise, Dr. Juliane Stückrad, Dr. Annika Johannsen, Dr. Reinhold Brunner (v.l.)

Zur aktuellen Ausstellung „AURA. Thüringens stille Kraft" im Stadtschloss des Thüringer Museums erstellten die Autoren der Exposition, Ulrich Kneise und Dr. Juliane Stückrad, informatives, museumspädagogisches Material.

Es handelt sich zum einen um einen Fragebogen, der individuell von Kindern im Alter von 10 bis 13 in der Ausstellung beantwortet werden kann. Weiterhin liegt Arbeitsmaterial für Schüler der Klassen 5 bis 8 und 9 bis12 vor, das von Lehrern selbständig verwendet werden kann. Das Material enthält eine Übersichtsführung und ist auch für Gruppenarbeiten geeignet. „Das Angebot fördert die Orientierung in der Ausstellung, die individuelle Auseinandersetzung mit den Exponaten und das Erfassen ausgewählter Texte. Kinder und Jugendliche werden so angeregt, sich mit mittelalterlicher Kunst zu beschäftigen und erlernen dabei, Ausstellungen und Museen als Orte kulturellen Erlebens zu nutzen“, betonte Dr. Juliane Stückrad. „Es ist wichtig, junge Menschen aktiv an Ausstellungs- und Museumsbesuche heranzuführen und ihnen so einen eigenen Blick auf die Exponate und Themen zu ermöglichen“, sagte Ingo Wachtmeister und dankte für das zusätzliche Angebot.

Eintritt:  Schülergruppen (Gruppen ab 10 Personen) 1,50 Euro pro Person

              Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt
              Ansonsten gilt der reguläre Museumseintritt.

Um Anmeldung der Gruppen wird gebeten unter: Telefon (03691) 670 450


Die Arbeitsmaterialien können hier als PDF-Dateien kostenfrei unter  heruntergeladen werden:

        Such- & Findspiel

                 Für den individuellen Museumsbesuch, 10 – 13 Jahre
                 Korrekturbogen 
        Arbeitsmaterialien für die Mittel- und Oberstufe
                 Museumspädagogik Mittelstufe
                 Museumspädagogik Oberstufe


Die Fotoausstellung „AURA. Thüringens stille Kraft – Mittelalterliche Holzskulpturen“ ist ein fotokünstlerisches und kulturwissenschaftliches Projekt des Eisenacher Fotografen Ulrich Kneise und der Volkskundlerin Dr. Juliane Stückrad. Im Jubiläumsjahr 2017 ermöglicht die Exposition einen besonderen Blick auf die bedeutende Eisenacher Sammlung Mittelalterlicher Schnitzkunst. Präsentiert wird die Fotoausstellung bis zum 9. Juni 2017 im Stadtschloss am Markt (geöffnet: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr).

Tischlerin auf der Walz restaurierte zwei Stühle

Tischlerin Charlotte Walz (Mitte) präsentiert gemeinsam mit Ute Pflänzel (l.) und Wolfgang Wenke (r.) die beiden restaurierten Stühle.

Seit dem vergangenen Jahr ist Charlotte Heß, ein Tischlerin aus Leipzig, auf Wanderschaft durch Deutschland. Nachdem sie schon einige Städte passiert hatte, führte ihr Weg nach Eisenach. Bei einem Besuch im Rathaus kam die junge Leipzigerin mit Oberbürgermeisterin Katja Wolf ins Gespräch und erfuhr, dass es im Museum der Stadt noch einige Möbel auf dem Dachboden gibt, die restauriert werden könnten.
„Ich möchte mich als Möbeltischler sehr gern mehr mit Restaurierungen beschäftigen und da hat das Angebot der Stadt Eisenach bestens gepasst“, erzählt Charlotte Heß. Mitarbeiter des Museums boten ihr an, zwei Stühle aus der Zeit um 1900 zu restaurieren. Erschwerend war allerdings, dass die Stadt Eisenach weder über eine eigene Werkstatt noch einen Möbel-Restaurator verfügt. Die Tischlerin musste nun einen Restaurator als Mentor finden und zudem das Flechten lernen, um das Korbgeflecht auf beiden Stühlen zu erneuern. Zufällig begegnete ihr Ute Pflänzel, die neben einem Café am Frauenplan auch eine Korbwerkstatt betreibt. Sie vermittelte der Tischlerin dann auch einen Mentor - den Restaurator Wolfgang Wenke.
Nun konnte die Tischlerin unter Anleitung und in der Werkstatt des erfahrenen Restaurators mit ihrer Arbeit beginnen. Die Stühle mussten gereinigt, der Lack und das kaputte Korbgeflecht entfernt werden. Die Vorderbeine und die Zargen mussten wieder zusammengefügt werden, fehlende Teile waren zu ersetzen. Zum Schluss wurde die Oberfläche gewachst. Schließlich musste Charlotte auch das Flechten lernen, denn die Sitzflächen mussten erneuert und dann wieder eingebaut werden. „Es hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht und ich habe eine Menge gelernt bei den Arbeiten“, meint die Tischlerin und präsentiert stolz die restaurierten Stühle. Sie wurden nun dem Museum im Stadtschloss übergeben und sollen nach Fertigstellung des Nordflügels in der Ausstellung Alltagskultur des 19. Jahrhunderts“ einen passenden Platz finden.

Thüringer Museum erhielt Modell des mittelalterlichen Eisenach von Schülern der Goetheschule

Janek Mankel und Alexander Fleischer (v.l.) übergaben dem Museum ihr Stadtmodell, das sie mit Tim Bock bauten.

Das Thüringer Museum Eisenach erhielt heute (20. Mai) von der Staatlichen Regelschule “Johann Wolfgang von Goethe” ein Stadtmodell des mittelalterlichen Eisenach. Das Modell fertigten die Schüler Janek Mankel, Alexander Fleischer und Tim Bock (10. Klasse) im Rahmen ihrer Projektarbeit an, die sie im Februar 2015 in der Schule als Abschlussarbeit präsentierten.

Die drei Schüler begannen im Frühjahr 2014 mit ihrer Projektarbeit zum Thema “Beschreibung der Anlage einer mittelalterlichen Stadt am Beispiel Eisenachs”. Um ihre Arbeit anschaulich präsentieren zu können, entschieden sie sich, dazu ein Stadtmodell aus Styropor zu bauen. Auf rund vier Quadratmetern entstand so in über 30 Stunden Kleinarbeit eine mittelalterliche Stadt mit Stadtmauer, Kirchen, Klostern und allem was zu einer Stadt in der damaligen Zeit gehörte. Die Parallelen zum mittelalterlichen Eisenach sind unverkennbar. Auch bei der farblichen Gestaltung bewiesen Janek, Alexander und Tim viel Kreativität.

Das Stadtmodell sollte eigentlich für den Geschichtsunterricht als Anschauungsmaterial dienen. “Doch für ein Modell in dieser Größe ist in den Räumen der Goetheschule nicht genug Platz”, stellte Schulleiterin Petra Hötzel mit Bedauern fest. Deshalb fand die Idee, das Stadtmodell im Stadtschloss zu zeigen, schnell die Zustimmung der Erbauer und der Schule.

Das Thüringer Museum wird das Modell der mittelalterlichen Stadt Eisenach künftig im Kindermuseumsbereich des Stadtschlosses ausstellen. Dort soll es zudem aktiv in die museumspädagogische Arbeit einbezogen werden.

Neues Schaumagazin zeigt Altthüringer Porzellane und Fayencen

Keramikrestaurator Michale Kunze im Schaumagazin

Im neuen Schaumagazin im Stadtschloss des Thüringer Museums werden jetzt zirka 500 Exponate präsentiert – Altthüringer Porzellane und Fayencen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Sie werden in zwei Räumen im ersten Stock gezeigt. 

 
Zu sehen sind unter anderem Arnstädter und Rudolstädter Fayencen aber auch Fayencen aus der Schweiz, den Niederlanden und Italien. Alte Apothekengefäße können ebenso bestaunt werden wie Porzellanfiguren oder Teller, Vasen und Bierkrüge. In einer Vitrine sind mehrere Dosen zu sehen, eine davon in Form eines Mopses. „Es geht um die Vielfalt und Entwicklung von Formen und Dekoren der Porzellane und Fayencen“ erklärte Keramikrestaurator Michael Kunze. Anhand der zahlreichen ausgestellten Stücke ist es für die Besucher leicht, diese miteinander zu vergleichen und sich einen Überblick über die Vielfalt zu verschaffen. Die Porzellane und Fayencen sind zwar in der Tradition klassischer Studiensammlungen aufgereiht – aber sie sind frei zugänglich. „So bekommt die Öffentlichkeit auch einen Einblick in den Teil der Museumsarbeit, der oft eher verborgen bleibt“, sagte Kunze. Dabei handelt es sich um das Sammeln, Bewahren und Forschen.
 
Anlass für die Präsentation des neuen Schaumagazins ist ein Jubiläum. Vor 115 Jahren – im Juni 1899 – fand die Gründungsversammlung zur Einrichtung des Thüringer Museums statt. Das Museum verfügt heute über eine umfangreiche und weit über die Landesgrenzen hinaus bedeutende Sammlung.

Die Räume des Schaumagazins sind ab sofort neuer Bestandteil des allgemeinen Museumsrundgangs. Zu sehen sind diese und andere Kostbarkeiten des Thüringer Museums im Stadtschloss während der regulären Öffnungszeiten: jeweils mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zum Eintrittspreis von vier Euro.

Reformationsstadt Europas

Stadtverwaltung

+49 (0) 3691 - 670 800

E-Mail an die Stadt

Eisenach auf Facebook