Charlotte von Stein

 

Als Tochter eines Kammerjunkers am herzoglichen Hof erblickte Charlotte von Stein 1742 in Eisenach das Licht der Welt. Niemand ahnte, dass ihr Name an der Seite des Namens Goethe bekannt werden sollte.
Nach der damals üblichen höfischen Erziehung wurde die 16-jährige am Hof der Herzogin Anna Amalia in Weimar aufgenommen. Ihre Tage waren damit ausgefüllt, als Hoffräulein die Fürstin bei Spaziergängen und auf Kutschfahrten, auf Bälle und zu Konzerten zu begleiten, ihr vorzulesen, ständig um sie zu sein.

 

Sieben Kinder gebar Charlotte in der Ehe mit dem ungeliebten herzoglichen Stall-meister Josias von Stein. Nur drei Söhne überlebten.
Anfang November 1775 kam Goethe nach Weimar, im Dezember lernten sich beide kennen. Die sieben Jahre ältere Frau zog den stürmischen jungen Dichter in ihren Bann, nachdem er Käthchen, Friederike und Lilli in Leipzig, Sesenheim und Frankfurt in allen Ehren geliebt und besungen hatte.
Mit großzügiger Duldung des Ehemanns wurde Goethe bald zum vertrauten Freund der als tugendhaft, wohlgestaltet, edel gesinnt aber auch als streng geschilderten Frau von Stein. Sie inspirierte Goethe zu leidenschaftlichen Liebesbriefen und Ge-dichten.
Die heimliche Abreise Goethes 1786 nach Italien kränkte Charlotte von Stein zutiefst, die Freundschaft zerbrach. Später verkehrten beide sachlich-korrekt miteinander.
Goethes berühmteste Geliebte starb 1827 im Alter von 85 Jahren in Weimar.

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