Clemenskapelle

St. Clemens ist eine der ältesten geistlichen Stiftungen der Stadt. Landgraf Hermann I soll bei der Gründung des Katharinenklosters 1214 in der Weststadt die Aussätzigen aus dem dort gelegenen Hospital vor das Nikolaitor verbannt haben. Hier wurde das Gebäude, zu dem die Clemenskapelle gehörte, 1295 als Aussätzigenhaus erstmals urkundlich erwähnt.
Bis zum 17. Jahrhundert wurde die Kapelle für Gottesdienste genutzt. 1813 erlitt sie beim Durchzug französischer Truppen schwere Beschädigungen. Danach wurde das Gebäude als Ziegenstall und Holzlager genutzt. Erst 1866 - das Haus gehörte jetzt zum St. Annen-Hospital bzw. dessen Stiftung - wurde die Kapelle mit Unterstützung des Großherzogs Carl-Alexander wieder hergerichtet.
Vom Ursprungsbau sind die Mauern und einige Einzelheiten erhalten - so beispielsweise Fenster an der Nord- und der Ostseite.
Das Gebäude ist mit 5,92 Metern Länge und 4,47 Metern Breite relativ klein.
Große Beliebtheit genoß die Kapelle bis zu ihrer vorläufigen Schließung als Ort für Taufen, Trauungen und Jubiläen. Zur Zeit wird die Kapelle umfassend saniert.

 

Anfahrtsskizze/Lageplan

 

zu Sehenswürdigkeiten

 

Reformationsstadt Europas

Stadtverwaltung

+49 (0) 3691 - 670 800

E-Mail an die Stadt

Eisenach auf Facebook