Synagogen-Gedenkstätte

Die Synagoge, wie sie bis 1938 stand (oben) und die Gedenkstätte an der heutigen Karl-Marx-Straße.

Die Eisenacher Synagoge wurde in der Pogromnacht am 9. November 1938 völlig zerstört. Heute erinnert dort, wo sie einst stand, eine Gedenkstätte an diese Tat und an die darauf folgende Vertreibung und Vernichtung der Eisenacher Juden. Die jüdische Gemeinde hatte 1883 das Grundstück für die neue Synagoge gefunden. Am 10. April 1884 wurde der Grundstein gelegt, am 8. Januar 1885 war die feierliche Einweihung der Synagoge.

 

Am Abend des 9. November gegen 22.30 Uhr zündeten Nationalsozialisten die Synagoge an. Vorher hatten Mitglieder der Hitlerjugend und der SA die Inneneinrichtung demoliert und zerschlagen. Wenig später wurde die Ruine abgebrochen.

 

Am 21. September 1947 wurde an dieser Stelle ein Denkmal errichtet. Der Sockel des Mahnmals wurde aus Steinen der früheren Synagoge erbaut. Doch erst seit Ende der 1980er Jahre wird es wieder regelmäßig gepflegt.

 

1998 wurden die früheren Tafeln der Gedenkstätte ersetzt, da ihr Trext nicht mehr zeitgemäß war. Die alten Tafeln befinden sich nun im Eingangsbereich des Stadtarchivs im Stadtschloss.

 

1998 wurde überdies eine kleine Tafel zur Erinnerung an die aus Eisenach 1942 deportieren Juden angebracht. Der Standort der einstigen Synagoge wird durch die in den Boden eingelassenen weißen Platten markiert.

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