Neuenhof-Hörschel

 

Neuenhof - ebenso wie der Rennsteig 1330 zum ersten Mal urkundlich erwähnt - ist ein ehemaliges Ritterdorf. Als Sitz der Herren von Reckrodt, Riedesel und Rotenhan hat es eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Der Ort Hörschel ist - idyllisch gelegen zwischen den Berghängen des Hörschel- und des Tummelsberges - an der Mündung der Hörsel in die Werra angesiedelt. Der Rennsteig , weitbekannte 168,3 km lange Höhenweg des Thüringer Waldes, nimmt hier seinen Anfang.


Sehenswert ist auch der Neuenhofer Park.

 

Ortsteilbürgermeisterin Gisela Büchner

Mühlstraße 13

99817 Eisenach

 

Viele interessante Termine und Informationen finden Sie auch im Gemeindeboten:

Ausgabe März 2017

 

 

Ortsteilrat

 

Neuenhof an der Werra und seine Geschichte    

In einer Urkunde vom 24. Februar 1216 stellt Papst Innocenz III das Zisterzienserkloster Georgenthal und dessen Besitztümer unter seinen Schutz. Erstmalig wird dort Neuenhof als Nuwenhof schriftlich erwähnt. 2016  wird  Neuenhof  800 Jahre alt.
Lange Zeit wurde angenommen, dass diese Erstnennung 1330 geschah. In einer Verkaufsurkunde der Frankensteiner an das Kloster Hersfeld, wird auch ein Ort Newinhain  oder Nuwenhoffe genannt. Interessant ist, dass in dieser Urkunde erstmalig und zwar dreimal, der Rennsteig als Rynnestieg erwähnt wurde.
1441 wird Georg von Reckrodt, Lehnsmann der Westbrandenburg bei Lauchröden mit dem Dorf Neuenhof belehnt.
Im gleichen Jahr, in dem Columbus Amerika entdeckte, also 1492, überweist die Familie Reckrodt der Kirchgemeinde Neuenhof einen Pfarrhof mit Äckern, Wiesen und etlichen Zinsen. Damit wird Neuenhof ein selbstständiges Pfarrdorf, das es bis heute ist. 2017 dürfen wir demzufolge ein weiteres Jubiläum feiern: 525 Jahre Kirchspiel Neuenhof.
Die Geschichte hat vor Neuenhof nicht haltgemacht: Kriege und Plünderungen, Seuchen und Katastrophen haben dieses Dorf ebenso heimgesucht wie viele andere auch. Bauernkrieg und Dreißigjähriger Krieg hatten schlimme Spuren hinterlassen.
Um 1740 floriert der Kupferbergbau um Neuenhof und im benachbarten Stedtfeld. Schächte und Pingen kann man noch immer im Wald finden.
Neuenhof – wie auch die gesamte Region hier im Werratal – zeichnet sich vor allem durch ihre landschaftliche Schönheit aus.
Vermutlich hat sich der fränkische Junker Dr. jur. Hermann von Rotenhan aus Rentweinsdorf nicht nur in die einzige Tochter von Georg von Riedesel, Marline, verliebt, sondern in die gesamte Gegend.
1830 heiratet Rotenhan die „letzte“ Riedeselin und wird damit zuständig für Neuenhof. Sein und das Wirken seines Sohnes für das Dorf und unsere Gegend ist bis heute erkennbar. Ab dieser Zeit wurde die Hochstraße Hörschel-Sallmannshausen-Gerstungen gebaut und die Brücke über die Werra nach Wartha. Neuenhof bekam eine Brauerei und das heutige Schloss wurde errichtet.
Ab 1838 bis 1843 lässt Familie von Rotenhan den Park um das Schloss durch den Gartenkünstler Eduard Petzoldt künstlerisch umgestalten. Trotz vieler Beeinträchtigungen im Laufe seiner Geschichte ist dieser Park bis heute ein bedeutendes Zeugnis der Gartenkunst und steht unter Denkmalschutz.           
Neuenhofs geographische Lage hat aber auch immer wieder das Schicksal des Dorfes bestimmt.
Zum Ende des 2. Weltkrieges, beim Kampf um die  Werralinie, blieb Neuenhof im Gegensatz zu seinem Nachbarort Hörschel weitestgehend verschont.
Die Nähe zur hessischen Grenze aber führte dazu, dass Neuenhof – wie alle die Dörfer hier in der Region – ab 1952 in das Sperrgebiet kam und persönliche Freiheiten eingeschränkt wurden.
Bauliches Überbleibsel sind die ehemaligen Kasernen der Grenztruppen - heute leider ein baulicher Missstand in unserem Dorf.

Mit der politischen Wende vor nunmehr fast 25 Jahren hat sich vieles verändert.
Seit 1994 gehört Neuenhof gemeinsam mit Hörschel als Ortsteil zur Stadt Eisenach. Per Landtagsbeschluss und Eingemeindungsvertrag sind – wie weitere neun Orte -  beide  zur Stadt gekommen.
Das Dorf Neuenhof-Hörschel, nunmehr Ortsteil der Stadt Eisenach, hat eine reiche Tradition, eine wunderschöne Umgebung, den Rennsteigbeginn und touristische Möglichkeiten.

 

 

Jubiläum 800 Jahre Neuenhof

Der Ort Neuenhof wurde am 24. Februar 1216 als "nuwenhofe" erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 2016 begeht Neuenhof das 800. Jubiläum seiner Erstnennung. Das Ereignis soll am 28. Februar mit einem Festlichen Empfang und im Sommer vom 3. bis 5. Juni mit einem Festwochenende gefeiert werden. Verantwortlich für die Vorbereitungen sind die Bürger und Vereine des Ortes unter dem Dach des neu gegründeten Heimatvereins "800 Jahre Neuenhof".

 

Ausführliche Informationen finden Sie auf dem Flyer.

 

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