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Fachtag mit Bürgerforum: „Wie wollen wir morgen in Eisenach leben?"

Die Referenten von der Uni Jena - Anna Richter und Marcel Schmidt.

Unter dem Motto „Wie wollen wir morgen in Eisenach leben?“ fand in Eisenach ein Fachtag mit Bürgerforum statt. Die Stadtverwaltung hatte gemeinsam mit verschiedenen Trägern der Seniorenarbeit im Rahmen des Modellprogramms „Aktiv im Alter“ dazu eingeladen. Nicht nur Ältere, auch jüngere Teilnehmer interessierte die Frage „Wie wollen wir morgen in Eisenach leben?“ 

 

Zwei Fachvorträge regten zum Nachdenken an: Was sind Altersleitbilder? Wie haben diese sich gewandelt? Kann man Jungbleiben lernen? Sind es nicht nur biologische Prozesse, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen, die alt machen?
Alt werden und sich wohl fühlen kommt nicht von allein, jeder einzelne muss das wollen. Mit Begriffen wie „passives und aktives Alter“, „traurige und junge Alte“, „erfolgreiches Alter“…spannte die Soziologin Anna Richter von der Uni Jena in ihren theoretischen Ausführungen einen großen Bogen.

 

Im zweiten Vortrag wertete Marcel Schmidt, ebenfalls von der Uni Jena, die Fragebögen aus. Die Eisenacher waren um Mithilfe gebeten worden und so konnten etwa 70 Fragebögen zu subjektiven Einschätzungen und Wünschen sowie ehrenamtlichen Engagements ausgewertet werden.
Für viele ist beispielsweise die Wohnform wichtig. Mit dem Wohnen waren die meisten Befragten auch zufrieden. Am schlechtesten fiel die Einschätzung der jeweiligen finanziellen Situation aus. Männer mögen sich eher in Kultur und Umwelt einbringen. Für viele wichtig sind Sommerfeste, Gesprächsrunden und Busreisen. 35,8 Prozent der Befragten arbeiten bereits ehrenamtlich, 27,1 Prozent zeigten Interesse. Frauen würden sich z. B. als Ersatzoma, bei der Hausaufgabenhilfe oder Hilfsangeboten für Alleinstehende engagieren. Sogar ein Pendeltaxi zum Theater war unter den Vorschlägen. Männer boten sich als Wanderführer an, auch in der Stadt oder als Frühjahrsputzorganisator, was Heike Apel von der Freiwilligen-Agentur freute.

 

Eines hatten aber alle Aussagen gemeinsam: Keiner möchte im Alter allein bleiben.

Eisenach nimmt am Bundesprogramm „Aktiv im Alter“ teil

Die Stadt Eisenach gehört zu den Kommunen, die für das Bundesprogramm „Aktiv im Alter“ ausgewählt wurden. Bundesweit hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend 100 Kommunen aus 400 Bewerbern ausgewählt.
Die Stadt Eisenach erhält für die Umsetzung des Programms 10.000 Euro Fördermittel vom Bundesministerium. Das städtische Sozialamt wird sich in nächster Zeit mit Trägern der Seniorenarbeit in Eisenach in Verbindung setzen und beraten, wie das Programm mit Leben erfüllt werden kann.

Ziel des Programmes „Aktiv im Alter“ ist es, verbesserte Rahmenbedingungen für das Engagement von Seniorinnen und Senioren zu schaffen und älteren Menschen mehr Möglichkeiten zum Mitgestalten und zur Mitentscheidung zu geben. Neben einer Bedarfsplanung, Angeboten zum Mitmachen und Bürgerforen sollen aktive Beteiligungsformen dazu dienen, ein Leitbild für unsere Kommune unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ zu entwerfen. In einem nächsten Schritt sollen konkrete Projekte entwickelt und aufgebaut werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Programmes ist die Gewinnung neuer ehrenamtlicher Senioren, die sich für eine lebens- und liebenswerte Stadt engagieren und ihre langjährigen Erfahrungen einbringen.  Dieser Ansatz sollte auch über den Förderzeitraum hinaus Bestandteil von aktiver Seniorenarbeit in Eisenach sein.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aktiv-im-alter.de .

Wie wollen wir morgen leben? – Modellprojekt „Aktiv im Alter“ in Eisenach gestartet

In Eisenach ist das Modellprojekt „Aktiv im Alter“ – unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) - gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, die Interessen und Bedürfnisse gerade älterer Bürgerinnen und Bürger einzufangen, da diese entscheidend für die zukünftige Entwicklung in Eisenach sind. Die Gruppe der älteren Menschen wird in Zukunft immer wichtiger werden. Deshalb müssen die Wünsche für ein altersgerechtes Leben kennengelernt und die Potentiale der älteren Bürgerinnen und Bürger zur Stadtgestaltung in Erfahrung gebracht werden.

Die zentrale Frage lautet dabei: „Wie wollen wir morgen leben?“ und richtet sich an alle Altersgruppen, da es vor allem um das Leben miteinander geht. Deshalb werden alle Bürgerinnen und Bürger von Eisenach gebeten, sich Gedanken zu machen, wie sich ältere Menschen bei Bedarf bürgerschaftlich engagieren können und wie ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert werden kann. Erkannt werden soll dabei, welche Bedürfnisse man beim Älterwerden hat, aber auch, welche Kräfte und Fähigkeiten die älteren Menschen zur Verfügung stellen können, um sich für die Stadt und ihre Bewohner zu engagieren.

Die Stadt Eisenach hat zu diesem Zweck einen Fragebogen entwickeln lassen.Interessierte aller Altersklassen – besonders diejenigen, die bald in den Ruhestand treten werden – waren aufgerufen, diesen Fragebogen (anonym) auszufüllen und im Bürgerbüro bis zum 30. September 2009 abzugeben. Ansprechpartnerin ist Nicole Päsler beim städtischen Sozialamt (Tel.: 03691/ 670432).

Während der diesjährigen Seniorenwoche im September fand außerdem ein Aktionstag auf dem Eisenacher Marktplatz statt, zu dem auch die Fragebögen ausgefüllt werden konnten. Zusätzlich war eine „1000-Wünsche-Box“ aufgestellt, in die kleine Wunschkarten eingeworfen werden konnten.

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