Tristan und Mathilde - einmalige Einblicke in die Wagner-Sammlung

„Tristan und Mathilde: Inspiration-Werk-Rezeption“ – so heißt die neue Sonderausstellung im Thüringer Museum (Stadtschloss). Sie ist zu sehen in der Zeit vom 29. November 2014 bis 11. Januar 2015. Thematischer Kern ist das Wagner‘sche Musikdrama „Tristan und Isolde“ sowie seine Aufführungs- und Entstehungsgeschichte. Damit eng verbunden ist die Wagnermuse Mathilde Wesendonck. Anknüpfend an die „Wagneriana in Eisenach 2013“ präsentiert die Sonderausstellung ausgewählte Quellen aus der Eisenacher Richard-Wagner-Sammlung.

Exponate zum mittelalterlichen Tristan-Epos finden als literarische Vorbilder ebenso Berücksichtigung wie die Gedankenwelt des damaligen Wagner’schen „Haus- und Hofphilosophen“ Arthur Schopenhauer. Darüber hinaus widmet sich ein Themenkreis der Ausstellung den Inspirationsorten Zürich, Luzern und insbesondere der Morbidezza der Lagunenstadt Venedig. Anhand von mehreren Inszenierungsfotografien, Figurinen, Theaterzetteln, Plakaten, Sängerportraits und Zeitungsausschnitten werden Einblicke in die vielschichtige Rezeptionsgeschichte des Werkes geboten.

 

Zur Sonderausstellung gehört ein Rahmenprogramm mit mehreren Veranstaltungen:

 

Ausführliche Informationen...

"Vom Wohnzimmer in den Schützengraben. Eisenach(er) im Ersten Weltkrieg"

Auf eine durchaus schmerzhafte Reise 100 Jahre zurück können die Besucher des Stadtschlosses vom 2. August bis 1. Februar 2015 gehen. “Vom Wohnzimmer in den Schützengraben. Eisenach(er) im Ersten Weltkrieg” heißt die Ausstellung, die im Marstall gezeigt wird. Wie der Titel schon sagt, geht es vor allem um Einzelschicksale. Ob Feldpostbriefe, Fotoalben, Tagebücher oder Postkarten – Einblicke in das Leben der Familien in der Heimat und der Soldaten an der Front gibt es viele. Was spielte sich an der “Heimatfront” ab? Was haben Soldaten an der Front erlebt? Wie unterstützten Familien ihre Angehörigen an der Front moralisch und materiell? Zahlreiche Exponate geben Antworten auf diese Fragen.

 

Die Ausstellung ist in vier Bereiche unterteilt: Eisenach um 1900 – Visionen und Waffen, Weltkrieg – Euphorie und Ernüchterung, Heimatfront – Sorgen und Entbehrungen sowie Kriegsfolgen – Trauer und Vergeltung. Mehr als 900 einzelne Objekte sind dafür von privaten Leihgebern zur Verfügung gestellt worden.

Besonders im Fokus der Besucher werden sog. Konversionsobjekte stehen. Dabei handelt es sich um militärische Gegenstände, die für den zivilen Gebrauch umfunktioniert oder umgebaut wurden. In der Sonderausstellung werden unter anderem ein Zigarrenabschneider, der aus einem Artillerie-Geschoss entstand, ein “Schnapsglas” aus einer Patrone und ein Adventskranz aus Stacheldraht zu sehen sein. Ausgestellt wird auch ein Original-Wohnzimmer aus der Zeit um 1900.

Ob gesellschaftliche, soziale oder kulturelle Aspekte – Annäherungen an dieses Kapitel der Geschichte gibt es viele. “Wir zeigen Impressionen aus dem Ersten Weltkrieg, die eindringlicher, mitunter aber auch erschreckender und aufwühlender nicht sein könnten”, sagt Dr. Reinhold Brunner, Leiter des städtischen Bildungsamtes. Die Stadt Eisenach – unterstützt von der Historischen Kommission für Thüringen und der Friedrich-Schiller-Universiät Jena – erinnern mit dieser Exposition an das Ereignis: Weltgeschehen aus der Perspektive der Provinz.

 


Sonderausstellung im Stadtschloss (Markt 24), 2. August bis 1. Februar

“Vom Wohnzimmer in den Schützengraben. Eisenach(er) im Ersten Weltkrieg”

jeweils mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr Eintritt: vier Euro, ermäßigt drei Euro

Sonderführungen können telefonisch unter 03691/ 670-146 oder per E-Mail an archiv@eisenach.de angefragt werden.

 

Über die Ausstellung informiert auch ein Flyer.

 

Informationen zum Begleitprogramm


Uhr von Ernst Braun aus Ruhla

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