Stadtsanierung in Eisenach

Schmuckstück: Die sanierte Fußgängerzone Karlstraße/Querstraße.

„Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen“ sind Maßnahmen, durch die ein Gebiet zur Behebung von städtebaulichen Missständen wesentlich verbessert oder umgestaltet werden soll. Städtebauliche Missstände liegen vor, wenn:
• ein Gebiet wegen vorhandener Bebauung oder sonstiger Beschaffenheit die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder
• an die Sicherheit der dort wohnenden und arbeitenden Menschen nicht mehr erfüllt, oder
• wenn die Funktionsfähigkeit nicht mehr erhalten ist.

 

Die Sanierungsmaßnahmen werden in Ordnungsmaßnahmen und Baumaßnahmen unterschieden (§§ 146 – 148 Baugesetzbuch). 

Ordnungsmaßnahmen sind neben Grunderwerb zur Bodenneuordnung als Schwerpunkte die nachhaltige Freilegung von Grundstücken durch Abbrüche und die Wiederherstellung und die Gestaltung von Straßen und Plätzen im Rahmen von Tiefbaumaßnahmen. Dies sind grundsätzliche Aufgaben der Stadt, die aber auch in besonderen Fällen privaten Eigentümern mit einer verträglichen Regelung überlassen werden können.

Baumaßnahmen sind, wenn Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen hergestellt werden, ebenfalls Aufgaben der Stadt. In der Regel sind es jedoch Vorhaben von Privateigentümern in Form von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, in Ausnahmen können es auch Ersatzbauten und Lückenschließungen sein.

 

Das Stadtschloss am Markt wird Schritt für Schritt saniert

Der Strukturwandel und die Veränderungunen in der Bevölkerung (demografischer Wandel) stellen unsere Stadt vor eine große Herausforderung. Die Entwicklung der Wirtschaft und die gleichbleibende, teils sogar leicht zurückgehende Einwohnerzahl haben Auswirkungen auch auf die Stadtsanierung.

Leerständen im Gewerbe- und Wohnungsbau muss mit Nachdruck begegnet werden, um dem Verfall der historischen Bausubstanz und auch sozialen Problemen in ganzen Stadtvierteln entgegenzuwirken.

Der Schrumpfungsprozess stellt für die Stadtplanung, für betroffene Bürger, Wohnungsunternehmen und Sanierungsträger eine neue Herausforderung dar. Die Stadtsanierung unter diesen Umständen wird als Chance für eine Qualitätsoffensive gesehen: „Mehr Stadt für weniger Bürger“.

 

Die Innenstadt soll dabei aufgewertet und gestärkt werden, der strukturelle Wohnungsleerstand soll beseitigt werden, die Stadt soll mit dem Bevölkerungsrückgang von außen nach innen schrumpfen.

 

Im Zeichen dieser Offensive wurden in Eisenach Konzepte und Maßnahmen für die Stadtsanierung auf den Weg gebracht. Ein Teil des Weges ist dabei schon geschafft. Einige Beispiele:
- Die schrittweise Sanierung des Stadtschlosses und der Wandelhalle
- Die Neugestaltung der Fußgängerzone (Karl- und Querstraße)
- Die Sanierung der Sophienstraße, der Unteren Predigergasse, Marktgasse, Lutherstraße, Röseplatz, Markt
- Die Neugestaltung des Schiffsplatzes

Weitere Maßnahmen sollen folgen: Esplanade, Lutherplatz, Pfarrberg, Johannisplatz, Frauenplan und Karlsplatz.

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