Stregda

Der Ortsteil Stregda, der 1994 zur Stadt Eisenach kam, liegt ca. 4.5 km nördlich des Stadtzentrums Eisenach.


Die Geschichte dieser Ansiedlung geht auf die Jungsteinzeit - vor ca. 5000 Jahren - zurück. Die Menschen, die damals die Region besiedelten, kamen als Jäger und Sammler, haben aber gleichzeitig mit der Siedlungsgründung die Grundlagen für Ackerbau und Viehzucht geschaffen. Die Werkzeuge und Waffen waren zum damaligen Zeitpunkt ausschliesslich aus Stein, was durch reichhaltige Funde bei später erfolgten Grabungen nach Lehm belegt ist. Besonders intensive Auswertung dieser Funde erfolgte zum Ende des 19. Jahrhunderts infolge der Industrialisierung der Produktionsabläufe.

Mit der Weiterentwicklung der Töpfertätigkeiten verfeinerte sich diese Handwerkskunst bis zur Bandkeramik. In dieser Zeit verfestigte sich die bäuerliche Kultur, was die Entstehung der Landwirtschaft sicherte und gleichzeitig Voraussetzungen zur handwerklichen Entwicklung schuf, m späterer Zeit mündete diese Entwicklung in die industrielle Tätigkeit, welche ihren Höhepunkt in der Ziegelproduktion fand.

Diese unterschiedlichen Grundlagen bei den Tätigkeiten zum Erwerb des Lebensunterhaltes der Bevölkerung sind bis in die jüngste Zeit erhalten geblieben, was auch das Verhältnis zur nahegelegenen Stadt Eisenach wirtschaftlich und politisch beeinflusst hat und noch heute beinflusst. Im Verlaufe des 20. Jahrhunderts erfolgte mehrmals die politische Zuordnung von Stregda zur Stadt Eisenach, was jedoch in zwei Fällen wieder rückgängig gemacht wurde.

 

Mit Veränderung der politischen Verhältnisse im Jahre 1989/90 begann sich auch die gesamte Struktur des Ortes zu ändern. Neben der Schaffung von Gewerbe- und Wohnbauflächen wurden die kommunalen Bedingungen teils durch freiwillige Zusammenlegung und letztendlich durch eine Gebietsreform verändert. Somit ist der Ort Stregda seit dem Jahre 1994 als Ortsteil in die Stadt Eisenach eingebunden. 

Auch unter den geänderten verwaltungstechnischen Bedingungen wird über den Ortsteilrat die begonnene Entwicklung weiterverfolgt. Die laut Kommunalordnung übertragenen Aufgaben für den Ortsteil werden von einem aus acht gewählten Ortschaftsratmitgliedem bestehenden Ortsteilsrat unter der Leitung eines ehrenamtlichen Ortteilsbürgermeisters wahrgenommen.

Die Aktivitäten dieses Kommunalpolitischen Gremiums konzentrieren sich auf die Aufgabenstellungen des § 45 der Thüringer Kommunalordnung. In diesem Rahmen erfolgt Aufgabenerledigung bei der Seniorenbetreuung in Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirchgemeinde und Förderung des gesellschaftlichen Lebens durch Unterstützung von insgesamt acht im Ortsteil tätigen Vereinen.


Ortsteilbürgermeister Hans-Joachim Nennstiel
Zum Gründchen 15

99817 Eisenach

 

Ortsteilrat

 


Viele interessante Termine und Informationen finden Sie auch im Info-Blatt des Ortsteils:

Ausgabe Mai 2015 

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