Villenviertel in der Eisenacher Südstadt

Panoramablick auf die Südstadt
Villa des Dichters Fritz Reuter

Eisenach wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Anziehungspunkt für Pensionäre, Rentiers, Fabrikanten, Beamten und Militärs außer Dienst. Zwischen 1862 und dem 1. Weltkrieg entstand eines der größten Villengebiete Deutschlands, in dem man Villen in allen Spielarten des Historismus und des Jugendstils findet.

 

Bekannte Persönlichkeiten wie der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter, der Komponist Eugen d´Albert und der Schriftsteller Joseph Kürschner ließen sich hier nieder. Durch die Eisenacher Bau– und Terraingesellschaft kam es zur Erschließung des ursprünglichen Jagd– und Weidegebietes. Unter den namhaften Architekten Bohnstedt, Möckel und Schorbach setzte ein Bauboom ein, der eine einmalige Villenarchitektur schuf.

 

Die Gründe dafür waren vielfältig. Eisenach lag im Zentrum Deutschlands und seit über einhundertfünfzig Jahren bestand Eisenbahnanbindung. Außerdem trugen die Entwicklung des Automobilbau ab 1898, die Wiedererrichtung der Wartburg als Nationaldenkmal und die Schönheit der Landschaft maßgeblich dazu bei, dass Eisenach in den Mittelpunkt des Interesses rückte. Somit wurde eine wachsende Schicht des Großbürgertums hier ansässig.

 

Sehr wichtig waren den Bauherren und den Architekten nicht nur die Repräsentation aller historistischen Stilelemente, sondern auch die Großzügigkeit der Grundstücke, die Einbettung in die wunderschöne sanfte Landschaft und die Blickbeziehungen zur Wartburg.

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