Altersgerechtes Wohnen in Eisenach

Weitere Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten eines altersgerechten Wohnens in Eisenach sind hier zu finden:

 

Altersgerechtes Wohnen in Eisenach - Übersicht

 

Statistische Angaben und Informationen 

 

sowie unter folgenden Links:

- Pflegeheime in Eisenach

- Betreutes Wohnen in Eisenach

- Pflegedienste in Eisenach

 

 

Alternative und bezahlbare Wohnformen für ältere Menschen

Eisenach zählt zu den Thüringer Städten mit dem höchsten Seniorenanteil. Derzeit haben über 13.000 Eisenacher Bürgerinnen und Bürger das 60. Lebensjahr überschritten. Dies entspricht ca. 30 Prozent der Einwohner. Damit stieg der Seniorenanteil an der Bevölkerung seit 1998 um mehr als fünf Prozent (1998: 10.920 Einwohner über 60 Jahre).

 

Diese demographische Entwicklung stellt die Stadt vor neue Herausforderungen. Deshalb rief die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Sozialausschuss Ende 2005 eine Arbeitsgruppe „Alternative Wohnformen im Alter“ ins Leben. Einbezogen wurden die Senioren- und die Behindertenbeauftragte sowie Eisenacher Wohnungsunternehmen. In Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden und den privaten Anbietern von Hilfsangeboten soll ein bezahlbares Netz an Dienstleistungen aufgebaut werden. Die Stadtverwaltung wird diese Arbeitsgruppen moderierend und koordinierend unterstützen.

Neu aufgelegt: KfW-Zuschuss „Altersgerecht Umbauen“

Gemäß KfW-Investitionszuschuss „Altersgerecht Umbauen“ müssen seit dem 1. Oktober 2014 Eigenheimbesitzer und Mieter nicht mehr zwangsläufig einen Kredit aufnehmen, wenn sie die Beseitigung von Barrieren in ihrer Wohnung nicht vom Ersparten bezahlen können. Stattdessen können sie einen Zuschuss bei der KfW-Förderbank beantragen. Der Zuschuss ist unabhängig von Alter und Vermögen des Antragstellers, denn Ziel ist die Vorsorge.

 

Der Zuschuss beträgt bei Einzelmaßnahmen 8 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 4.000 Euro pro Wohneinheit. Im Standard „Altersgerechtes Haus“, der eine Bündelung von Einzelmaßnahmen vorsieht, sind es bis zu 10 Prozent und maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. Gegenüber dem früheren Zuschussmodell wurde damit die Fördersumme pro Vorhaben fast verdoppelt.

 
Mit dem Zuschuss im Zusammenhang mit der Reduzierung von Barrieren können auch Maßnahmen zum Einbruchschutz (z.B. einbruchhemmende Türen und Fenster, Bewegungsmelder, Beleuchtung, Gegensprechanlagen, Videokameras oder Alarmanlagen) gefördert werden.

 

Der Zuschuss kann flexibel mit anderen KfW-Förderprogrammen, z.B. „Energieeffizient Sanieren“, ergänzt werden. Umbauwillige Wohneigentümer können so ihre Immobilie in einer Sanierungsmaßnahme energieeffizient, komfortabel und sicher gestalten. Neu ist zudem, dass der Zuschuss zum Kauf einer barrierereduzierten Wohnung verwendet werden kann.

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Verband Wohneigentum e. V. forderten als Lobby der Verbraucher und insbesondere der älteren Menschen schon länger die Wiedereinführung des KfW-Investitionszuschusses „Altersgerecht Umbauen“.


Ansprechpartner:
     Verband Wohneigentum e. V.
     Amal Khalil
     Oberer Lindweg 2, 53129 Bonn
     Tel.: 0228 / 60 46 8-13
     E-Mail: khalil(at)verband-wohneigentum.de
     www.verband-wohneigentum.de


Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
     Ursula Lenz, Pressereferat
     Bonngasse 10, 53111 Bonn
     E-Mail: lenz(at)bagso.de
     www.bagso.de

Neue Sprechstunde für barrierefreies Wohnen

Der Seniorenbeirat der Stadt Eisenach und die Freiwilligenagentur bieten im Rahmen der Seniorensprechstunde dienstags von 10 bis 12 Uhr auch eine mobile Wohnberatung an. Diese spezielle Beratung findet jeweils am ersten Dienstag eines Monats statt.
Das kostenfreie Angebot können Mieter, Vermieter sowie Hausbesitzer in Anspruch nehmen. Die Sprechstunde wird in Zimmer 401 in der Stadtverwaltung Eisenach, Markt 2, angeboten.

 

Zwei Mitglieder des Seniorenbeirates und Heike Apel von der Freiwilligenagentur haben dafür an der Schulung „Mobile Wohnberatung“ der Handwerkskammer Südthüringen und der Kreishandwerkerschaft Eisenach teilgenommen.

 

Mobile Wohnberater:
Die ausgebildeten mobilen Wohnberater geben kostenlos Auskunft zu Fragen des barrierefreien Bauens und Wohnens. Die Stadt Eisenach arbeitet dabei eng mit der Handwerkskammer Südthüringen und der Kreishandwerkerschaft Eisenach zusammen.
Anfang Oktober hatte Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Diese sieht vor, dass die Handwerkskammer Südthüringen die mobilen Wohnberater im Kammerbezirk Eisenach ausbildet. Schwerpunktmäßig sind das Handwerksmeister und Mitarbeiter der Kommune und Verbände.

Ursachen - Tendenzen - Perspektiven

Diese demographische Entwicklung stellt die Stadt vor neue Herausforderungen. So stieg die Zahl derer, die im hohen Alter allein leben. Gerade für diesen Personenkreis sollen und müssen unterschiedliche Wohn- und Hilfsangebote verfügbar sein. Ebenso wird beispielsweise die Zahl der Pflegebedürftigen zunehmen. Aber nicht für jeden Pflegebedürftigen kann kurzfristig in den derzeit sechs Pflegeheimen in Eisenach sofort ein Platz bereit gestellt werden. Zudem sind Pflegeplätze kostenintensiv und nicht für jeden bezahlbar.

 

Das Thema alternative und bezahlbare Wohnformen gewinnt angesichts der demographischen Entwicklung immens an Bedeutung. Es umfasst deutlich mehr als nur Wohnen. Hierzu zählen auch Fragen der sozialen Betreuung und des sozialen Umfeldes – beispielsweise: Kann und möchte ich mit fremden Menschen zusammenleben? Habe ich vielleicht einen Freundeskreis, mit dem ich zusammen alt werden möchte und der gegenseitige Hilfestellung bietet?

 

Statistische Angaben und Informationen

 

Besonders in den letzten Jahren ist zu beobachten, dass immer mehr ältere Menschen Unterstützung in der Bewältigung des Alltags wie auch zur Pflege benötigen. Gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum - möglichst in angestammten Wohnquartieren oder der näheren Umgebung.

 

Ursache dafür ist unter anderem, dass sich die Arbeitslosigkeit der letzten Jahre bei der Höhe der Rentenzahlungen deutlich bemerkbar macht. Oftmals kann die bisherige große Wohnung nicht mehr bezahlt werden. Auch Eigenheime, die für die Alterssicherung gebaut wurden, sind oft nicht altersgerecht (d. h. barrierefrei) und zu groß.

Ein weiterer Aspekt ist der spürbar steigende Anteil der allein Lebenden im Alter. Höhere Scheidungsraten, mehr Singlehaushalte, sinkende Geburtsraten oder auch der Wegzug vieler erwachsener Kinder aus beruflichen Gründen sind nur einige der Ursachen für diese Entwicklung.

 

Der Anteil derjenigen, die alternative und bezahlbare Wohnformen suchen, wird stetig wachsen. Die Arbeitsgruppe hat sich deshalb das Ziel gesetzt, gemeinsam mit den älteren Menschen heraus zu finden, welche Wohnform im Alter gewünscht werden und dafür Lösungen und Modelle zu entwickeln.

 

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