„ALTE SCHULE“ IN NEUKIRCHEN EINGEWEIHT

Die beiden Gebäude „Alte Schule“ und das ehemalige Lehrerwohnhaus im Ortsteil Neukirchen sind zu einem Gemeindehaus im Ortskern umgebaut worden. Oberbürgermeisterin Katja Wolf, Bürgermeister Christoph Ihling und der Hauptamtliche Beigeordnete Ingo Wachtmeister machten sich vor Ort ein Bild von den Umbauten. 
Noch vor dem Abschluss der Außenanlagen steht die „Alte Schule“ damit dem öffentlichen Leben vollumfänglich zur Verfügung. Der Multifunktionsraum im Erdgeschoss soll für die unterschiedlichsten Nutzungen und Nutzergruppen zur Verfügung stehen. So kann dieser Raum beispielsweise als Wahllokal, Ausstellungsraum der Chronikgruppe, kultureller Ort der Begegnung, für Bastelnachmittage oder Ortsteilrat- und Vereinsveranstaltungen oder für private Feierlichkeiten gemietet werden. Im Erdgeschoss gibt es ein Jugendzimmer, und das Büro des Ortsteilbürgermeisters ist dort angesiedelt. Geschaffen wurde ein Ort der Begegnung.


„Ohne Ortsteilbürgermeister Eckhard Pecher würden wir hier nicht stehen. Ich danke allen engagierten Seelen in unserer Gesellschaft für ihre stetigen Mühen. Wir feiern eine Bausumme, die die Stadt Eisenach nicht einfach aus dem Ärmel schüttelt. Eine alte Schule ist die Seele eines Ortes. Ich freue mich, dass dank dieser Sanierung hier Menschen zusammen lachen und feiern können. Das ist unglaublich wichtig für uns alle“, erklärte Oberbürgermeisterin Katja Wolf. 
Die Sanierung erfolgte über Zuwendungsbescheide aus den Jahren 2020 und 2022 im Zuge der Dorferneuerung. Gefördert wurde die Sanierung mit 75 Prozent, 939.473,72 Euro, durch das Land Thüringen, die Stadt brachte einen Eigenanteil von 479.985,38 Euro auf. Die Gesamtkosten 1.419.459,10 Euro. 
Besonderes Augenmerk wurde im Rahmen der Neugestaltung der Ortsmitte auf die Schaffung einer zentralen innerörtlichen Freifläche sowie eine ihrer besonderen Bedeutung entsprechenden besseren Wahrnehmbarkeit der Kirche gelegt.

 


Bauabschnitte
Saniert wurde die alte Schule in drei Bauabschnitten. Im ersten Abschnitt wurden die Dachflächen saniert, der Schornstein wurde entfernt. Das aus Holz bestehende Tragwerk wurde durch Wasser beschädigt, sodass dies mit einheimischen Hölzern saniert wurde. Entfernt wurden alle Außenputzflächen. Sie wurden anschließend erneuert.  Der ehemalige seitliche Anbau wurde abgerissen. Sowohl die Gauben auf der Alten Schule als auch das Zwerchhaus konnten im Originalzustand erhalten werden. Mit der unterschiedlichen Farbwahl wurde die historisch gewachsene Differenzierung beider Gebäude aufgegriffen und verdeutlicht. Das Sichtfachwerk am ehemaligen Lehrerwohnhaus wurde vollständig erhalten und aufwendig saniert. Die einstmals vorhandenen Durchgänge zwischen beiden Gebäudeteilen wurden wieder geöffnet.


Im zweiten Teilabschnitt wurden die Innenausbauarbeiten vollständig abgeschlossen, Fenster eingebaut und die WC-Anlagen gefliest. Das Parkett wurde an Fehlstellen ausgebessert, abgeschliffen und neu versiegelt. Während der Arbeiten kam im Erdgeschoss ein historischer Parkettbelag zum Vorschein, dessen Aufarbeitung realisierbar war und umgesetzt wurde. Die Treppen beider Treppenhäuser wurden ebenfalls vollständig aufgearbeitet. Das Erdgeschoss ist barrierefrei erschlossen. 
Zukünftig sollen die beiden Gebäude haustechnisch mit dem neu zu errichtenden Feuerwehrgerätehaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite verbunden werden, um wirtschaftliche Einsparungen zu erzielen und Umweltbelastungen zu verringern. Darüber hinaus wurde im Zuge des dritten Bauabschnittes Anschlüsse für einen Festplatzverteiler mit Einspeisemöglichkeit für Notstrom vorgesehen. 


Ebenso wurde mit der Neugestaltung der Freianlagen begonnen. Zudem soll die Zugänglichkeit zur Alten Schule über die neue Freitreppe sowie die barrierefreien Außenanlagen hergestellt werden, sodass ab September 2024 die neu gestaltete Ortsmitte das attraktive Zentrum Neukirchens mit hoher Aufenthaltsqualität sein wird.
„Ich denke, das gemeinsame zuerst umgesetzte Ergebnis aus dem Dorferneuerungskonzept, das wir hier einweihen, kann sich sehen lassen. Die Neukirchnerinnen und Neukirchner wollen endlich rein in ihre neue Dorfmitte, sie nutzen und mit Leben füllen“, dankte Ortsteilbürgermeister Eckhard Pecher allen Unterstützern, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.